Photos, Sinnbilder, Texte

Photographie, um etwas über die Welt auszusagen, da Photos mehr zeigen, als wir ohne sie sehen. Ein Photo lässt den Gedanken mehr Spielraum als Worte. Aber Worte gibt es hier auch ab und zu.

Fachlektüre für das Wochenende [19]

Georges Perec ist sicher nicht ein Autor, der einem unmittelbar einfällt, wenn es um fotografisches Fachwissen geht. Aber die folgenden Bücher von ihm sind hilfreich, wenn es um die Schulung des Sehens geht – lesenswert – natürlich nicht nur wegen der fotografischen Relevanz!!
(Auf diese Bücher bin ich bei der Lektüre des The Photographer’s Playbook gestossen.)

Versuch, einen Platz in Paris zu erfassen

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Georges Perec, Versuch, einen Platz in Paris zu erfassen, 64 Seiten, kartoniert, Euro 12,80, ISBN 978-3-905707-44-1, Libelle Verlag

Aus der Verlagsnotiz:

Vom 18. bis 20. Oktober 1974 lässt sich Perec zu unterschiedlichen Tageszeiten in Cafés und am Brunnen der Place St. Sulpice nieder und notiert, was sich Touristen oder Reiseschriftsteller aufschreiben. Er schaut dem chaotischen Durchgangsleben rund um die Kirche zu, er registriert auch, was geschieht, wenn eigentlich nichts passiert. Unermüdlich neugierig darauf, wie die Wahrnehmungsbilder sein Denken verändern. Perec lesend, schärfen wir unseren eigenen Blick.

Träume von Räumen

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Georges Perec, Träume von Räumen, 160 Seiten, Broschur, ISBN 978-3-03734-326-5, Euro 12,95, diaphanes Verlag

Aus der Verlagsnotiz:

Vom leeren Blatt Papier über das Bett, die Treppe, die Wand, das Mietshaus, die Straße über das Land und die Welt ins Universum: Träume von Räumen durchmisst spielerisch Raum und Räume, vom Allernächsten bis hin ins Fernste. Sogenannte praktische Übungen (»Durchqueren Sie Paris, aber nur durch Straßen, in deren Name ein C vorkommt!«) unterbrechen die Anordnung mit federleichter Konkretheit, und sehr persönliche Miniaturen sorgen dafür, dass das Spiel niemals im Unverbindlichen verbleibt.

Durch die Bank

Durch die Bank - 1

© HF

Durch die Bank sind sie nicht alle gleich, bis auf Ausnahmen vielleicht. Sie dienen zum Sitzen, bieten Platz für mehrere Menschen, werden aber oft nicht benutzt, wie man ihnen auch ansieht.
Ausserhalb der Städte stehen sie an Stellen, die eine schöne Aussicht bieten oder nach einer anstrengenden Wegstrecke; in der Stadt sollten sie auch an einer schönen Stelle stehen, aber meist ist es laut. Auch sind es Geselligkeitsorte, denn mit einem Banknachbar kommt man schnell ins Gespräch.

Durch die Bank - 2

© HF